Kaffee Produktion
Die wichtigsten Kaffeeanbaugebiete liegen in Mittel- und Südamerika, in Afrika und in Asien. Für die Kaffeeproduktion sind einige wichtige Voraussetzungen notwendig:
Die Temperatur sollte idealerweise ständig zwischen ca. 20 und 25 Grad Celsius betragen. Es muss eine ausreichende Niederschlagsmenge vorhanden sein, da die Kaffeepflanzen nur dann wirklich gut gedeihen. Der hochwertigste Kaffee wird in einer Höhenlage über 600 Metern angebaut.
In der Kaffeeproduktion unterscheidet man verschiedene Aufbereitungsmöglichkeiten, die sich nachhaltig auch in der Qualität der gewonnenen Kaffeebohnen niederschlagen.
Die trockene Aufbereitung:
Die trockene Aufbereitung ist die preiswerteste Möglichkeit, Kaffee zu produzieren. Hier werden die gesammelten Steinfrüchte, die einen hohen Wasseranteil enthalten, getrocknet. Das kann bis zu fünf Wochen dauern. Dann werden manuell die Schale und die umgebenden Häute entfernt und so die Kaffeebohnen, die der eigentliche Samen der Kaffeefrüchte sind, gewonnen.
Die nasse Aufbereitung:
Bei der nassen Aufbereitung entsteht der qualitativ hochwertigste Kaffee. Hier werden die geernteten Steinfrüchte sofort in eine Waschanlage gegeben. Durch das erste Waschen wird auch gleich eine Vorsortierung vorgenommen. Mittels spezieller Werkzeuge wird das Fruchtfleisch (die Pulpa) entfernt. Es verbleibt nun nur noch das sogenannte Pergamenthäutchen und eine Schleimschicht, die die Kaffeebohnen umgibt. Nach einer erneuten Waschung und Siebung bringt man nun die Früchte zum Gären. Dieser Vorgang dauert zwischen 12 und 36 Stunden und wird Fermentation genannt. Danach werden die Früchte, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von Heißluft getrocknet. Der Wasserverbrauch ist ausgesprochen hoch und deshalb ist die nasse Aufbereitung in vielen Anbaugebieten ein Problem.
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Die halbnasse Aufbereitung:
Wo Wasserknappheit herrscht, trotzdem aber Wert auf eine rasche Aufbereitung gelegt wird, greifen die Produzenten auf die halbnasse Aufbereitung zurück. Hier wird auf den Fermentationsvorgang verzichtet und der Wasserverbrauch dadurch deutlich reduziert. Die Qualität ist aber auf jeden Fall deutlich höher als bei der Trockenaufbereitung.
Die nun vorhandenen Kaffeebohnen müssen geröstet werden, bevor sie gebrauchsfähig sind. Durch unterschiedliche Röstungstemperatur und Röstungsdauer entstehen verschiedene Geschmacksrichtungen. Während in den größeren Röstereien meist bei etwa 500 Grad Celsius geröstet wird und dadurch ein kräftiger Kaffee mit hohen Bitterstoffen entsteht, gibt es auch die Möglichkeit, die Geschmacksrichtungen zu variieren. Die italienische Röstung zum Beispiel wird auch Espresso-Röstung genannt. Der hier entstehende Kaffee ist ausgesprochen stark und ihm haften sehr hohe Bitterstoffe an. Bei einer hellen oder mittleren Röstung zum Beispiel entstehen kaum oder nur wenig Bitterstoffe. Auf dem deutschen Markt finden die mittleren und hohen Röstungen deutlich mehr Anklang. Auch Kaffeesorten mit einer doppelten Röstung, auch als kontinental oder französische Röstung bekannt, sind sehr beliebt.
Die Kaffeeproduktion ist ein immens wichtiger Industriezweig, da Kaffee heute nach Erdöl zum zweitgrößten Exportartikel überhaupt zählt.
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