Geschichte des Kaffees | Kaffee-Information.de

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Historie Kaffee - Geschichte des Kaffees


Woher der Kaffee tatsächlich seinen Namen hat, wird sich wissenschaftlich und historisch nicht nachweisen lassen. Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass es sich bei der Ursprungspflanze um den in Äthiopien beheimateten Kaffabaum handelt. Sicher scheint auf jeden Fall zu sein, dass der Kaffee ursprünglich aus der arabischen Welt stammt.

Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte diente Kaffee als Heilmittel, wurde aber auch wegen seiner anregenden Wirkung vom Islam kritisiert. Die Türken waren es, die den Kaffee bei ihren Eroberungen im Nahen Osten entdeckten und in das südliche Europa brachten. Reisende aus dieser Zeit berichten von den Kaffeehäusern, in denen dieser ihnen unbekannte Trank angeboten wurde. Kaffeehäuser wurden im Herrschaftsgebiet des Osmanischen Reiches zu Treffpunkten, bei denen Geselligkeit, aber auch kulturelle Ereignisse, Vorrang hatten.

Es dauerte aber noch bis etwa zur Mitte des 17. Jahrhunderts, bis der Kaffee auch als Handelsware im gesamten Europa verfügbar war. Kaffee galt als Getränk der Privilegierten. Die Anbaugebiete lagen zu dieser Zeit noch immer fast ausschließlich in der arabischen Region. Da die Kaffeepflanze bestimmte Bedingungen braucht, wie etwa eine gleichbleibende Temperatur von mindestens 20 Grad Celsius, begannen die Kolonialmächte damit, Kaffeepflanzen in ihre Kolonien zu bringen. Damit entstanden die Kaffeeanbaugebiete im fernen Osten und später auch in Brasilien, dass heute eines der größten Kaffee-Exportländer ist.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wandelte sich die Bedeutung des Kaffees. Mehr und mehr kam nun auch das einfache Volk in dessen Genuss, weil durch die Erweiterung der Anbaugebiete und den schwunghaften Handel die Kaffeepreise deutlich sanken. In Preußen wurde der Kaffeegenuss zeitweise unter Strafe gestellt, weil die königliche Regierung befürchtete, die anregende Wirkung dieses Getränks könnte revolutionäre Bewegungen unterstützen. Bald jedoch stellte man fest, dass es wesentlich wirkungsvoller war, Kaffeegenuss mit einer Steuer zu belegen. Dadurch verdiente der Staat und der Kreis der Menschen, die sich Kaffee leisten konnte, wurde wieder eingeschränkt.

Durch die Anbaugebiete und Mittel- und Südamerika wurde bald auch der nordamerikanische Markt erschlossen. Auf den Kaffeeplantagen arbeiteten häufig Sklaven, die von den Kolonialmächten eigens aus Afrika in die mittel- und südamerikanischen Länder verkauft wurden.

Durch den im Laufe des 18. Jahrhunderts entstandenen schwunghaften, weltweiten Handel mit Kaffee entstanden auch andere Industriezweige, die sich mit der Herstellung von Zubehör zur Zubereitung des Getränks beschäftigten wie zum Beispiel Porzellanmanufakturen zur Herstellung von Kaffeegeschirr oder Hersteller von Mühlen, Sieben etc.

Die Regierung hatte inzwischen ein staatliches Handelsmonopol auf Kaffee, sodass der Preis stark von Einfuhrzöllen und ähnlichen Abgaben abhing. Deshalb entstand im 18. Jahrhundert der sogenannte Kontinentalkaffee, auch Zichorienkaffee genannt. Dieser Ersatzkaffee galt für das einfache Volk lange Zeit als Ersatz, wenn echter Kaffee zu teuer war.

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts, dem Zeitalter der Industrialisierung, gab es noch einige wesentliche Neuerungen. So wurde der lösliche Kaffee erfunden und auch die Möglichkeit, Kaffee ohne das anregende Koffein herzustellen, fiel in diese Zeit.

Bis in die heutige Zeit jedoch ist Kaffee einer der größten Exportartikel überhaupt und somit ein bedeutendes Wirtschaftsgut.